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Mit Holunderbl├╝ten gegen Nager ­čÉť

Holunder ist dank seiner gro├čartigen, wei├čen Bl├╝ten gern gesehen. Diese Bl├╝ten verbreiten einen s├╝├člichen Geruch, welcher ihn f├╝r den Garten noch attraktiver macht. Dieser Geruch ist n├Ąmlich f├╝r unerw├╝nschte Bewohner der eigenen Wohlf├╝hloase eher unangenehm, so dass sie sich damit sehr leicht fernhalten lassen.

Schon unserer Vorfahren sahen in dem Wachstum des Holunders etwas Positives, denn wo dieser sich zeigt, dort wacht der gute Geist. Die Umst├Ąnde der damaligen Zeit erkl├Ąren diesen Glauben sehr gut. Wo der Holunder w├Ąchst, h├Ąlt er Nager fern. Diese wagen sich nicht mehr an den Kompost, die Beete, in das Haus und sie k├Ânnen so auch keine Krankheiten mehr ├╝bertragen. Ohne ein tieferes Wissen der Zusammenh├Ąnge, galt der Holunder einfach als Zeichen des Guten Geistes.

Der beste Standort f├╝r den Holunder

Der beste Standort f├╝r den Holunder ist genau dort, wo er sehr gut wachsen kann und zugleich die unerw├╝nschten Nager, wie zum Beispiel W├╝hlm├Ąuse, wirksam fernh├Ąlt. Das ist typischerweise direkt neben dem Komposthaufen. Dort ist die Erde reich an Humus, was der Holunder ganz besonders mag.

Im Gegenzug bekommt der Komposthaufen von dem Holunder gerade dann, wenn die Sonne hei├č brennt, eine Menge Schatten. Wichtiger noch, die Nager, die durch die Hausabf├Ąlle auf dem Komposthaufen angelockt werden, werden von ihm vertrieben. Sein Geruch ist zu viel f├╝r sie. Nicht nur k├Ânnen sie ihn direkt nicht ausstehen, er verdeckt auch den Geruch der Abf├Ąlle, der so die unerw├╝nschten Tierchen nicht mehr anlocken kann.

Die besten Sorten

Wer viel guten Geruch m├Âchte, sollte auf Sorten zugreifen, die gro├če Fr├╝chte entwickeln. Dazu geh├Ârt der ÔÇ×Riese aus VosslochÔÇť und der ÔÇ×HaschbergÔÇť. Dazu kommt noch die ÔÇ×Gro├čfr├╝chtige FliederbeereÔÇť.

Soll es dazu noch farbenfroh zugehen, lohnt es sich, auf die ÔÇ×AureaÔÇť mit ihren goldgelben Bl├Ąttern oder die ÔÇ×Sambucus racemosaÔÇť mit ihren gelben Bl├Ąttern zur├╝ckzugreifen. Letztere bringt dann noch einen guten Kontrast dank ihrer roten Fr├╝chte.

Nicht immer l├Ąsst sich gen├╝gend Platz f├╝r den Holunder finden. Dann hilft ÔÇ×PulverulentaÔÇť, eine kleinere Sorte, die kaum einen Meter hochw├Ąchst. Diese l├Ąsst sich auch auf der Terrasse bzw. einem Balkon kultivieren. Daf├╝r w├Ąchst sie anstandslos in K├╝beln.

Den Holunder pflanzen

Der Holunder ist als Pflanze sehr robust und pflegeleicht. Dennoch sollte man ein paar Dinge beachten, damit er sich gut entwickelt und einen entsprechend starken Geruch entwickelt. Das beginnt mit der Standortwahl. W├Ąhrend sich dieser am besten direkt neben dem Komposthaufen befindet, gibt es noch zwei weitere Voraussetzungen. Eine davon ist der Einfall der Sonne. Hier gilt zu beachten, dass der Holunder sehr gut im Halbschatten, aber auch direkt in der Sonne w├Ąchst.

Die Bl├╝tezeit des Gemeinen Holunders erstreckt sich von Mai bis Juli. Dann zeigt er wei├če Bl├╝ten und dazu noch schwarze Beeren. Da sieht nicht nur gut aus, das bringt auch die entsprechende Untermalung f├╝r die Nase, auf die es ja gerade ankommt.

Der Boden sollte durchl├Ąssig und dazu noch feucht sein. Ist dazu noch ausreichend Stickstoff vorhanden, dann kann der Holunder richtig gro├če H├Âhen erreichen. Dabei sind 4 bis 5 Meter gro├če Pflanzen absolut keine Seltenheit.

Gerade bei guten Standortbedingungen ist es ebenfalls wichtig, darauf zu achten, dass die Str├Ąucher ├╝ber gen├╝gend Platz verf├╝gen. Andernfalls bleibt der gro├če Wuchs aus, weil die Wurzeln sich nicht richtig ausbreiten k├Ânnen und eine starke Konkurrenz um die N├Ąhrstoffe besteht. Gerade das schnelle Wachstum, mit welchem sie Breiten von mehr als 4 Meter erreichen k├Ânnen, f├╝hrt dazu, dass der Platzbedarf gerne untersch├Ątzt wird.

Die Pflege des Holunders

Nicht nur ist der Holunder hinsichtlich des Standortes nicht sehr anspruchsvoll, er ist auch pflegeleicht. Aber auch hier gilt, dass ÔÇ×pflegeleichtÔÇť nicht gleichbedeutend mit ÔÇ×keine PflegeÔÇť ist. Ein paar Dinge muss man auch hier beachten, damit es mit der Pflanze und am Ende auch mit der Ernte der Beeren funktioniert.

Den Anfang macht, wie bei so vielen anderen Pflanzen auch, die Bew├Ąsserung. Der Boden sollte immer eine leichte Feuchtigkeit aufweisen. Das hei├čt aber auch, dass an hei├čen und trockenen Tagen mehr gegossen werden muss.

Wie immer, so ist auch beim Gie├čen des Holunders das Auftreten von Staun├Ąsse zu vermeiden. Wer hier nicht ausreichend aufpasst, riskiert das Auftreten von Krankheiten, allen voran des Grauschimmels.

Ist die Erde zu lange zu trocken, dann entledigt sich der Holunder seiner Bl├Ątter, um das Austrocknen der gesamten Pflanze zu vermeiden. Wenn gegossen wird, geh├Ârt das Wasser auf die Erde um die Pflanze herum, nicht auf die Bl├Ątter. Dort w├╝rden sie nur die Sonnenstrahlen b├╝ndeln und zu Verbrennungen f├╝hren.

Hinsichtlich des D├╝ngens gilt, dass beim Anpflanzen ein wenig veganer D├╝nger in das Pflanzloch geh├Ârt. Dort kann er sich zersetzen und f├╝r eine konstante Versorgung mit N├Ąhrstoffen sorgen. Bei Jungpflanzen kann man noch ein wenig mit Hornsp├Ąnen oder ein wenig Kompost nachhelfen.

Der Holunder wird unter normalen Umst├Ąnden nur einmal im Jahr zur├╝ckgeschnitten. Damit wird die Pflanze verj├╝ngt und zugleich der Platzbedarf unter Kontrolle gehalten. Daf├╝r bietet sich der Herbst direkt nach der Ernte an. Beim Zur├╝ckschneiden l├Ąsst man rund 10 Triebe unangetastet und der Rest wird radikal gek├╝rzt. Dann gibt es im n├Ąchsten Jahr wieder viel zu ernten.

Die Pflanzen sind winterhart und k├Ânnen so die kalte Jahreszeit im Garten unbeschadet ├╝berstehen. Vermehrt werden kann der Holunder mit Stecklingen, die sich aus den Trieben beim K├╝rzen gewinnen lassen. Diese sollten 20 Zentimeter lang und blattlos sein. Man steckt sie dort, wo der neue Holunder wachsen soll, so tief in die Erde, dass nur noch die oberen 5 Zentimeter zu sehen sind. Im Fr├╝hjahr wird sich daraus der neue Strauch entwickeln.

Die Ernte

Die Bl├╝ten lassen sich im Fr├╝hling und zu Beginn des Sommers ernten. Aus ihnen kann Sirup gewonnen werden oder sie lassen sich zu Hollerk├╝chlein verarbeiten. Sie werden mit einem Messer abgeschnitten und sofort danach ausgesch├╝ttet, um Insekten zu entfernen. Vor der Zubereitung sollten die Bl├╝ten gewaschen werden. Wichtig ist, dabei nicht zu viel Wasser zu verwenden, um das Aroma nicht zu entfernen.

Die Fr├╝chte zeigen sich im Sp├Ątsommer in einer kr├Ąftigen, dunkelroten oder blauschwarzen Farbe. Dann sind sie reif und die Ernte kann beginnen. Daf├╝r werden sie mit dem Messer vom Strauch abgeschnitten.

Ganz wichtig ist, dass die Fr├╝chte ein Pflanzengift enthalten. Werden sie roh verzehrt, f├╝hrt das zu ├ťbelkeit. Auch kann man davon Durchfall bekommen oder sich ├╝bergeben. Wenn man die Beeren jedoch f├╝r mindestens 20 Minuten auf 80 Grad erhitzt, verfl├╝chtigt sich das Gift, so dass sie genie├čbar werden. Bei rotem Holunder sind dazu noch die Kerne zu entfernen, denn auch sie enthalten das Gift.