Tomaten sind der Hitze und den Schädlingen ausgesetzt,

Die Tomaten und die Trockenheit – Hitze und Schädlinge

Die Hitze bringt Trockenheit und beides sorgt für unpassende Bedingungen für die Tomatenpflanze. Das allein ist aber noch nicht alles. Es gesellen sich direkte Schäden durch die Hitze und die Sonne dazu und dann sind da noch die Schädlinge. Dank milder Winter und veränderter Umweltbedingungen im Sommer vermehren diese sich nämlich hervorragend.

Die Schädlinge

Früher war es vor allem der Winter, die viele Schädlinge davon abgehalten hat, ihr Werk zu vollbringen. Heute sind die Winter jedoch zu mild, so dass viele von ihnen die kalte Jahreszeit überstehen und sich dann im Sommer an den Früchten laben.

Darüber hinaus haben der Übergang zu Monokulturen und allgemein die Veränderung der Umweltbedingungen ihren Teil dazu beigetragen. So vermehren sich die Schädlinge nicht nur besser, sie haben auch keine natürlichen Feinde mehr oder zumindest weniger davon. Ein gutes Beispiel dafür ist die Grüne Reiswanze.

Die Grüne Reiswanze sticht die Tomaten an und gibt dabei ein Sekret ab. Dieses verändert ihren Geschmack, so dass sie bitter und absolut ungenießbar werden. Als schwarze Larven oder als grüne ausgewachsene Tiere, lassen sie sich auf den Tomaten nieder und sind relativ einfach zu sehen.

Haben sie ihr Werk vollbracht, lässt sich das ebenfalls auf den Tomaten erkennen. Diese haben kleine Flecken, die von den Einstichen zeugen. Von diesem Moment an sind sie ungenießbar. Es dauert dann auch nur wenige Tage, bis die Früchte komplett verderben.

Die Grüne Reiswanze hält sich dabei nicht nur an rote und ausgereifte Tomaten. Sie stechen auch sehr gern noch die grünen Exemplare an, so dass sie lange vor der Ernte bereits Schaden genommen haben. Darum muss man hier ständig nach Anzeichen dafür suchen, um sogleich eingreifen zu können.

Die Sonne

Die Sonne brennt und das immer intensiver. Das bringt nicht nur uns Menschen gern mal einen Sonnenbrand, sondern auch den lieben Tomaten. Daneben betrifft es auch andere Früchte, die viel Wasser in ihrem Inneren haben. Dazu gehören zum Beispiel die Stachel- und die Himbeeren.

Der Sonnenbrand auf den Früchten selbst macht sich in Flecken bemerkbar, die eine graubraune Färbung zeigen. Auf den Pflanzen wiederum sind es Flecken auf dem Laub, die ebenfalls graubraun aussehen.

Ist die intensive Sonneneinstrahlung nur von kurzer Dauer, können sich junge Pflanzen noch immer daran anpassen. Dann bilden sie neues und vor allem noch gesundes Laub aus. Für die Früchte sind die Schäden jedoch eher dauerhafter Natur. Darüber hinaus werden die Pflanzen dadurch geschwächt und sind dann schneller ein Opfer von Pilzerkrankungen.

Zu viel Sonne, auch wenn die Einstrahlung nicht so intensiv ist, ist oft schon genug. Dann zeigen sich nicht sofort die besagten Brandflecken, doch die Triebe der Pflanzen werden spröder. Sie sind dann anfälliger für Brüche, denn die Sonne entzieht ihnen wertvolle Flüssigkeit.

Willst du Sonnenschäden vermeiden, gibt es einige einfache Maßnahmen, die du ergreifen kannst. Das beginnt damit, dass du die Jungpflanzen an einem schattigen Standort pflanzt. Auch ist es gut, sie immer dann in den Boden zu bringen, wenn das Wetter eher bedeckt ist. Dann können sie sich an den höheren Anteil der UV-Strahlen gewöhnen, bevor er sie mit voller Wucht trifft.

Schatten kann mit einem Tomatendach oder mit einem Sonnenschutzgewebe geschaffen werden. Das Ganze lässt sich leicht im Gartenfachhandel kaufen. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn das Laub der Tomatenpflanzen die Früchte bedeckt.

Für die Düngung und die Wässerung gilt, dass sie wichtig sind, aber nicht übertrieben werden soll. Eine ausreichende Bewässerung ist nicht immer ausreichend, wie wir vorher schon festgestellt haben. Wenn jedoch die Schädigung von Hitze und akutem Wassermangel beendet wurde, sollte die Wässerung angepasst werden. Als Dünger ist ein veganer Dünger oder eine Mulch-Schicht zu empfehlen. Beides gibt die Nährstoffe langsam ab und das hat eine überragende Bedeutung.

Wenn Tomatenpflanzen zu viel Dünger oder zu viel Wasser erhalten, dann bildet sich an ihrer Oberfläche ein weiches Gewebe aus. Dieses ist aufgrund seiner Beschaffenheit sehr anfällig für die Sonne. Wenn man jedoch den Pflanzen gerade genug gibt, dann schützen sie sich gegen ein Austrocknen und gegen die Hitze, indem sie eine härtere Haut ausbilden.

Das Gewebe lässt sich durch die Düngung mit bestimmten Stoffen noch weiter gegen die Hitze härten. Dabei muss die Pflanze vor allem Kieselsäure erhalten und das geht durch Brennnessellaub und Schachtelhalmextrakte.

Eine weitere Option ist es, auf Tomatensorten umzustellen, die mit dem intensiveren Sonnenlicht von Natur aus besser zurechtkommen. Dafür kann man auch ruhig mal mehrere Arten ausprobieren, bis man die gefunden hat, die mit dem eigenen Standortangebot am besten umgehen kann.

Hitzeschäden

Neben der direkten Sonneneinstrahlung ist es auch die allgemeine Hitze, die den Tomatenpflanzen zusetzt. Das ähnelt dann praktisch dem Fieber des Menschen, das zu erheblichen Schäden führen kann. Nur ist es bei den Pflanzen nicht das System selbst, dass die Hitze erzeugt, sondern sie kommt von außen.

Die Schäden können an den Pflanzen, ihren Blättern und an den Früchten auftreten. Die beiden letzten können durch die Hitze regelrecht noch an der Pflanze verkocht werden. Dann gibt es verschrumpelte, weiche Blätter und braune, matschige Früchte.

Sind Pflanzenteile betroffen, müssen sie so schnell wie möglich abgeschnitten und gleich danach kompostiert werden. Unterbleibt dies, bilden sie einen super Brutgrund für Pilzerkrankungen, die dann auch auf die gesunden Pflanzenteile übergreifen können.

Als nächstes muss die Hitze bekämpft werden. Die Pflanzen brauchen mehr Schatten. Im schlimmsten Fall muss dieser neu durch Schutzdächer oder Überhänge geschaffen werden. Weiterhin muss die Temperatur gesenkt werden. Kurzfristig lässt sich das durch eine großflächige Bewässerung erreichen. Dauerhaft geht dies durch ein Gartengewässer.

Weitere Folgen der Hitze und Sonneneinstrahlung

Die Sonne und die Hitze schädigen weiterhin die Prozesse in den Organismen. Das betrifft die Pflanzen direkt, aber auch das Bodenleben, welches für die Tomatenpflanzen von großer Bedeutung ist.

Darüber hinaus führt ein Übermaß an Licht dazu, dass das Wachstum stagniert. Das führt dann auch bei Jungpflanzen dazu, dass sie kompakter wachsen. Sollte dann das Licht bei ihnen ausbleiben, zum Beispiel durch eine längere Periode mit wolkenreichem Wetter, bilden sich labbrige Triebe. Diese sind weich und gegenüber der Sonne noch mehr anfällig, wenn die Wolkenperiode endet.

Weitere Schäden sind eine Störung des Stoffwechsels und der Prozesse, die für die Aufnahme und den Transport der Nährstoffe nötig sind. Damit sinkt die Fähigkeit der Pflanze, dem Boden das zu entnehmen, was sie braucht. Zugleich kann das, was die Pflanze erreicht, nicht mehr so gut verwertet werden.

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