Ein Mann hält eine Kiste in der Hand, in dem er Kräuter für seinen Balkon gepflanzt hat. Davor hat er sie rein natürlich gedüngt.

So pflanzt du deine Kräuter richtig an

Die eigenen Kräuter im Garten, das bringt dir eine Menge Vorteile. Damit hast du immer die richtigen Gewürze in ausreichender Menge, die du für deine Küche brauchst. Darüber hinaus ist der Geschmack der eigenen Kräuter einfach viel besser, denn sie kommen frisch aus deinem eigenen Garten. Dazu kommt der Erfolg, dass du sie mit deiner eigenen Hände Arbeit gezogen hast.

Wo stehen Kräuter am besten

Wenn du deine Kräuter anpflanzen möchtest, dann musst du als erstes den passenden Standort für sie auswählen. Dieser unterscheidet sich entsprechend der Art der Pflanze und der Sonneneinstrahlung für den Standort.

Die folgenden Pflanzen brauchen viel Sonne:

  • Basilikum
  • Borretsch
  • Koriander
  • Lavendel
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Zitronenmelisse

Diese Pflanzen brauchen nicht nur viel Sonne, sondern auch weniger Wasser. Gieße sie also vorsichtig und lass die Erde im Zweifel lieber eher trocknen, als durch zu viel Wasser Staunässe herbeizuführen.

Die folgenden Pflanzen brauchen Halbschatten:

  • Estragon
  • Fenchel
  • Kerbel
  • Liebstöckel
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Zitronenverbene

Diese Pflanzen brauchen Licht, aber weniger die direkte Einstrahlung der Sonne. Darüber hinaus brauchen sie mehr Wasser. Das heißt, bei ihnen muss regelmäßig und vor allem gründlich gegossen werden.

Die folgenden Pflanzen brauchen Schatten:

  • Bärlauch
  • Kresse
  • Minze
  • Rucola
  • Sauerampfer
  • Waldmeister

Bei diesen Pflanzen kommt es darauf an, die direkte Sonne zu vermeiden. Darüber hinaus sollten sie regelmäßig gegossen werden. Aber auch hier ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden.

Tipps für das Anpflanzen der Kräuter in einem Topf

Die meisten Kräuter lassen sich direkt in einem Beet oder aber in einem Topf kultivieren. Wenn du es mit einem Topf versuchen möchtest, solltest du jedoch einen wählen, der zum Wuchs der Pflanze passt. So hat Dill tiefe Wurzeln und braucht daher einen tiefen Topf. Die Minze breitet sich sehr schnell aus, so dass sie mehr Fläche braucht.

Im Prinzip muss bei allen gleichermaßen Staunässe vermieden werden. Jedoch sind besonders Rosmarin, Salbei und Dill dafür empfindlich. Daher müssen ihre Töpfe entsprechende Löcher für den Abfluss des überschüssigen Wassers aufweisen. Darüber hinaus sollte der Boden des Topfes mit grobem Sand oder Kieselsteinen belegt werden. Erst darüber kommt dann die eigentliche Pflanzenerde.

Diese Kräuter vertragen sich gegenseitig

Nicht alle Kräuter mögen einander. So können sich einige im Wachstum gegenseitig behindern oder aber direkt böse Nachbarn werden. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, wer da in welcher Nachbarschaft steht.

Die folgenden Pflanzen mögen sich nicht und sollten daher nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander stehen:

  • Basilikum und Melisse
  • Dill und Estragon
  • Fenchel und Koriander
  • Minze und Kamille

Dann wiederum gibt es Pflanzen, die sich ausgesprochen gut miteinander vertragen. Diese lassen sich sehr gut in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander kultivieren:

  • Petersilie mit Dill, Kerbel, Kresse und Majoran
  • Schnittlauch mit Rosmarin, Salbei, Thymian und Zitronenmelisse

Dann gibt es noch die Kräuter, die besser alleingelassen werden wollen. Diese Kräuter wachsen sehr schnell und würden andere Pflanzen nur verdrängen. Die folgenden Sorten sollten daher alleinstehen:

  • Estragon
  • Liebstöckel
  • Melisse

Mischkulturen aus Kräuter- und Gemüsepflanzen

Monokulturen gibt es genug in der Landwirtschaft und sie haben sich von dort auch in die Gärten vorgearbeitet. Das bringt seine eigenen Herausforderungen, sieht aber streng geordnet und damit dem Auge wohlgefällig aus. Mischkulturen dagegen sind eher chaotisch, doch sie meistern die Herausforderungen überwiegend selbst.

Kräuter stehen nicht allein im Garten. Es gibt dort eine Menge anderer Pflanzen. Da lohnt es sich, sie in Mischkulturen zu kombinieren. Es gibt einige Kräuter- und Gemüsesorten, die sich sehr gut vertragen. Eine solche Mischung hat ihre eigenen, handfesten Vorteile.

In Mischkulturen baust du verschiedene Sorten Gemüse, Kräuter und Blumen direkt nebeneinander an. Wenn du dabei die richtigen Sorten in die unmittelbare Nachbarschaft setzt, denn fördern sie sich durch die Stoffwechselprodukte gegenseitig. Das heißt, anstatt um die Nährstoffe zu konkurrieren, helfen sie einander beim Wachstum.

Darüber hinaus verlangt es unterschiedlichen Pflanzen oftmals nach unterschiedlichen Nährstoffen. So laugen sie die Böden nicht füreinander aus. Sie bedienen sich einfach von dem, was sie selbst, nicht die anderen Pflanzen um sie herum, benötigen.

Sie stärken sich in der Abwehr von Schädlingen. Das heißt, du nutzt den Boden optimal und hältst zugleich Schädlinge im Zaum. Besser noch, auch die Erreger von Krankheiten und sogar Unkräuter lassen sich so erheblich reduzieren.

Diese Kräuter und Gemüsepflanzen vertragen sich sehr gut

Die richtigen Kombinationen zu finden, ist mitunter eine große Herausforderung. Es gibt jedoch einige einfache Regeln, die dir das Ganze deutlich erleichtern. Damit kannst du die Pflanzen finden, die sich gegenseitig fördern.

Als erstes solltest du keine verwandten Sorten beieinander pflanzen. Nimmst du Kohl und Kohlrabi, dann hast du zwei Kreuzblütler. Diese würden miteinander konkurrieren, anstatt einander zu fördern und zu stärken.

Pflanzen mit einem unterschiedlichen Wuchs passen prima zusammen. So ist eine bodenbedeckende Pflanze super in der Nachbarschaft einer hochwachsenden. Die hochwachsende Sorte spendet dann Schatten für die bodenbedeckende Pflanze. Die bodenbedeckende Sorte hilft, den Boden und das Wasser darin zu halten.

Auch lassen sich tiefwurzelnde und flachwurzelnde Sorten prima kombinieren. Diese versuchen nicht, einander die Nährstoffe wegzunehmen. Sie nutzen nur den Boden sowohl im flachen, wie auch im tiefen Bereich.

Darüber hinaus sollten Pflanzen in der Nachbarschaft in etwa die gleichen Ansprüche an den Boden haben. So solltest du keine Pflanze, die einen trockenen Boden braucht, mit einer Sorte kombinieren, die viel Wasser möchte.

Mitunter musst du auch einfach mal ein wenig experimentieren. Dann findest du schnell heraus, ob zwei Arten miteinander können oder nicht. Kombiniere dabei am Anfang ruhig nur zwei verschiedene Arten, dann lässt es sich einfacher feststellen, ob dabei eine Förderung oder eine Konkurrenz entsteht.

Was gut passt, sind:

  • Basilikum mit Fenchel, Gurken, Paprika, Tomaten und Zucchini – Basilikum zieht Insekten zum Bestäuben an und er schützt zusammen mit Gurken gegen Mehltau. Darüber hinaus vertreibt er Fliegen.
  • Borretsch mit Erdbeeren, Salat, Kohl, Zucchini und Gurken – das zieht Insekten an, die die Pflanzen bestäuben und der Borretsch gibt Saponine ab, die den anderen Pflanzen zugutekommen.
  • Ringelblumen mit jeder Gemüsesorte und darüber hinaus Salat – die Ringelblume schützt vor Fadenwürmer.
  • Salbei mit allen Kohlarten – Salbei vertreibt Schnecken und die Kohlweißlinge.
  • Knoblauch mit Erdbeeren, Rosen, Salat und Tomaten – Knoblauch wirkt gegen Pilze und Bakterien und damit gegen typische Schädlinge.
  • Rosmarin mit Möhren und Kohl – Rosmarin vertreibt die Möhrenfliegen und die Kohlweißlinge.

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