Viele Kräuter sind auf dem Bild zu erkennen, die für die Zubereitung verschiedener Gerichte genommen wird.

Mach dein eigenes Kräuteröl, Kräutersalz und deinen eigenen Kräuterquark

Dein Kräutergarten ist eingerichtet und die Pflanzen wachsen fröhlich vor sich hin. Da kommt natürlich bald die Frage auf, was sich nun mit ihnen anfangen lässt. Wie wäre es mit einem netten Kräuteröl oder Kräutersalz bzw. wie sieht es mit einem gelungenen Kräuterquark aus? Dank der frische deiner eigenen Kräuter, ist das Aroma, das du dabei erhältst, unschlagbar. Darüber hinaus weißt du, dass es nicht noch mehr Bio sein kann. Am Ende kommt dann noch die Befriedigung, zu wissen, dass du selbst die Kräuter für deine Küche gezogen hast.

Kräuteröl aus Rosmarin und Knoblauch

Kräuteröl gibt deinem Essen ein würziges Aroma und lässt sich sehr leicht selber machen. Dazu brauchst du nur Rosmarin und Knoblauch und du kannst das Ganze mit anderen Kräutern ein wenig variieren. Das erlaubt es dir, viele verschiedene Geschmäcker zu vereinen bzw. hervorzubringen. Das bringt Abwechslung in die Küche.

Das Öl hat gleich einen doppelten Vorteil für dich. Als erstes nimmt es als ätherisches Öl das Aroma aus den Kräutern sehr leicht auf und zum anderen erlaubt es dir, diese lange haltbar zu machen. Das heißt, du erhältst ein hochwertiges und würziges Öl für deine Salate und deine Kartoffelgerichte, dass sich für eine ganze Weile verwenden lässt.

Für das Kräuteröl brauchst du eine Glasflasche, die sich mit einem Schraubverschluss verschließen lässt. Um diese mit 350 ml Kräuteröl zu füllen, benötigst du die folgenden Zutaten:

Knoblauch                  2 Zehen

Rosmarin                    1 Strauch

Sonnenblumenöl         350 ml

Um das Öl im Geschmack zu variieren, kannst du je nach Wunsch noch die folgenden Zutaten verwenden:

Chili                            1 Schote

Lorbeer                       2 Blätter

Pfefferkörner              1 TL

Thymian                      1 Strauch

Andere Kräuter aus dem eigenen Garten, wie Minze, Salbei, Borretsch oder Oregano.

Für die weiteren Zutaten kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Wichtig ist, dass alle Kräuter vor dem Beginn der Zubereitung getrocknet sind. Auch musst du die Glasflasche zuerst einmal mit heißem Wasser auswaschen und danach richtig trocknen lassen.

Schneide den Knoblauch in Hälften und gib diese in die Flache. Gib danach den Rosmarin hinzu. Achte unbedingt darauf, dass die Kräuter trocken sind. Alles andere führt nur zu Schimmel. Füll dann die anderen Zutaten je nach Geschmack hinein und als letztes das Öl. Dafür solltest du einen Trichter verwenden, damit das Einfüllen leicht von der Hand geht.

Für die Kräuter kannst du auf zwei verschiedenen Wegen vorgehen. Um sie nicht in das Essen zu gießen, zerkleinerst du sie nicht allzu sehr. Um jedoch ihren Geschmack möglichst intensiv zu erleben, hackst du sie am besten und filterst das Öl noch einmal, bevor du es nutzt.

Damit sich das Öl schön lange hält, müssen die Kräuter vollständig davon bedeckt sein. Schraube das Glas dann luftdicht zu und lass es erst einmal für zwei Wochen stehen. In dieser Zeit kann das Öl den Geschmack der Kräuter aufnehmen.

Lagere die Flasche an einem trockenen und dunklen Ort. Das Öl selbst konserviert die enthaltenen Kräuter für eine lange Zeit. Selbst noch nach dem Öffnen kannst du es für bis zu 6 Wochen aufbewahren. Achte jedoch darauf, dass die Kräuter nie frei liegen. Sollte sich das nicht vermeiden lassen, dann gieß einfach neues Öl nach.

Aromatisches Kräutersalz

Mit Kräutersalz lassen sich viele Gerichte würzen und du kannst es selbst herstellen. Damit schmecken dein Fleisch und dein Gemüse noch besser und du hast ein prima Geschenk für deine Freunde.

Für dein Kräutersalz verwendest du Kochsalz und deine eigenen Kräuter in einem Verhältnis von 10 zu 1. Das heißt, auf 10 Gramm Salz kommt ein Gramm Kräuter. Dafür eignen sich vor allem:

  • Basilikum
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian

Sowie im begrenzten Maße:

  • Lavendel
  • Minze

Die letzteren Beiden sollten wirklich nur in sehr geringen Mengen genutzt werden, da sie sonst mit ihrem sehr intensiven Aroma die anderen Geschmäcker überdecken würden.

Die Herstellung ist denkbar einfach. Du kannst unterschiedliche Arten von Salz verwenden, doch am einfachsten geht es mit Kochsalz. Wiege davon 100 Gramm in einer Schüssel ab. Danach gibst du 10 Gram der Kräuter hinzu, die du verwenden möchtest. Du kannst die 10 Gramm vorher abwiegen oder aber einfach solange Kräuter hinzufügen, bis die Waage ein Gesamtgewicht von 110 Gramm anzeigt. Achte darauf, dass Gewicht der Schüssel aus dieser Rechnung zu entfernen.

Vermische nun die Kräuter und das Salz und füge beides in ein Schraubglas. Das kann zum Beispiel ein altes Marmeladenglas sein, dass du heiß gewaschen und danach vollständig getrocknet hast. Je nach Verwendungszweck solltest du verschiedene Kräuter verwenden. Für Suppen eignen sich Sellerie, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Für Pizzen oder Pasta sind dagegen Basilikum, Knoblauch, Oregano oder Paprikagewürz zu empfehlen.

Leckerer Kräuterquark

Ebenso leicht wie Kräutersalz und aromatisches Öl lässt sich auch Kräuterquark herstellen. Auch hierfür gibt es ein Grundrezept, dass du nach Belieben mit verschiedenen Kräutern variieren kannst.

Kräuterquark ist eine super Zutat bzw. ein super Dip. Damit kannst du Bratlinge, Kartoffeln du Rohkost verfeinern. Dafür brauchst du diese Zutaten:

Petersilie, glatt                       ½ Bund

Quark, 40% Fett         250 g

Pfeffer

Sahne                          3 EL

Salz

Schalotte                     1

Schnittlauch                ½ Bund

Für die Zubereitung verrührst du den Quark mit der Sahne. Alternativ zur Sahne kannst du auch Milch nehmen. Verrühre das Ganze, bis du die Konsistenz erhältst, die du dir wünschst. Wasche als nächstes die Kräuter und schüttel sie danach trocken. Nimm dir als ersten den Schnittlauch und schneide ihn in Röllchen. Hacke danach die Petersilie.

Nimm dir nun die Schalotte, schäle sie und schneide sie danach in Würfel. Gib alle Zutaten zusammen in eine Schüssel und verrühre sie ordentlich. Schmecke das Ganze danach mit Pfeffer und Salz ab.

Dieses Grundrezept lässt sich selbstverständlich ohne große Probleme variieren. So kannst du andere Kräuter, wie zum Beispiel Thymian oder Basilikum, verwenden. Für eine mediterrane Variante lassen sich prima Olivenscheiben oder getrocknete Tomaten und dazu noch Feta und Olivenöl hinzufügen.

Soll es besonders würzig zugehen, dann nimm Knoblauch, Meerrettich oder Chili. Der Quark lässt sich zum Teil durch Frischkäse, Joghurt, Sauerrahm oder Schmand ersetzen. Für eine vegane Variante kannst du auf Soja-Produkte zurückgreifen. Erfrischend wird es mit Zitronenschale oder Zitronensaft.

Mit normalen Speisequark bekommst du eine sehr proteinreiche Hauptzutat für deinen Kräuterquark. Damit lässt er sich zu vielen Gerichten hinzufügen, egal, ob diese sehr herzhaft oder eher süß sind.


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