Das Bild zeigt schöne Tomatenpflanzen, die im Garten gepflanzt wurden.

Geheimtipps für frische Kräuter

Kräuter aus dem Supermarkt, im Topf und damit ganz frisch, das erscheint so praktisch. Es gibt nur ein Problem damit: Diese Kräuter überleben nicht lange. Es gibt jedoch ein paar Tricks, mit denen du sie am Leben erhalten kannst.

Gleich vorneweg, nur, weil es nicht ganz so einfach ist, die Kräuter in den Töpfen aus dem Supermarkt am Leben zu erhalten, heißt das nicht, es nicht zu versuchen. Frische Kräuter bringen nun einmal ein viel stärkeres Aroma, als es getrocknete vermögen. Frisch, das ist nicht nur gesünder, das schmeckt eben auch besser. Daher lohnt es sich, diese praktischen Töpfe zu kaufen und den Kräutern dann ein Überleben zu ermöglichen.

Das Umtopfen deiner Kräuter

Den Anfang macht der Kauf. Sobald du dich für die Kräuter im Topf entschieden hast, solltest du auf die richtige Qualität achten. Diese muss natürlich Bio sein, damit du sicher sein kannst, dass es keine Belastung der Kräuter mit Schadstoffen oder Pestiziden gibt.

Sobald du den Topf aus dem Supermarkt daheim hast, beginnt die Rettung der Kräuter. Als erstes ist es wichtig, zu wissen, dass die Kräuter in den Töpfen im Supermarkt einfach viel zu dicht gedrängt sind. Damit können sie nicht mehr weiterwachsen und sie nehmen einander die Nährstoffe weg.

Damit sich die Supermarkt Kräuter für dich lohnen, musst du nun jeden Topf bzw. dessen Inhalt auf drei oder sogar vier neue Töpfe aufteilen. Dann bekommen deine Kräuter Platz und sie können die nötige Menge Nährstoffe aufnehmen.

Als neue Töpfe bieten sich Blumentöpfe an, die ein Loch in der Mitte des Bodens aufweisen. Das Loch erlaubt es dem Gießwasser, abzufließen, wenn es zu viel ist. Weiterhin brauchst du zum Umtopfen auch noch Erde, mit der du den Topf befüllen kannst. Dafür eignet sich einfach nur lockere Blumenerde. Du brauchst keine spezielle Kräutererde, die nur überteuert ist.

Für den neuen Topf gilt, dass die Kräuter darin genügend Nährstoffe brauchen. Das geht prima mit ein wenig Komposterde oder einem organischen bzw. veganen Dünger. Damit können die Kräuter sich von dem Stress des zu engen Topfes im Supermarkt erholen und richtig weiterwachsen.

Neben einem fachgerechten Dünger lässt sich auch Mineralwasser, der Satz von Schwarz- oder Grüntee, etwas Bier, das schon abgestanden ist, oder Kaffeesatz verwenden. Überdünge den Topf jedoch nicht. Es ist besser, den Dünger langsam, nach und nach, einzubringen, als zu viel auf einmal. Wenn du dafür Satz von Tee oder Kaffee verwendest, dann entferne den alten, wenn du den neuen einbringst.

Die Ernte deiner Kräuter

Hast du deine Kräuter nun entsprechend umgetopft, kannst du sie auch schon ernten. Wenn du das richtig anstellst, dann geht das mehr als nur einmal pro Pflanze. Zupfe dafür nicht einfach die Blätter ab. Schneide lieber die Knospen, die sich oben befinden, mit einer scharfen Schere oder einem scharfen Messer ab. Das hat gleich einen doppelten Effekt.

Als erstes verhindert das Abschneiden der Knospen ein Blühen. Während die Blüten vielleicht schön aussehen, verwendet die Pflanze jedoch Kraft auf diese und das behindert das Wachstum. Darüber hinaus konzentriert sich die Pflanze ganz auf die Blüten, was dann Aromen kostet. Übrigens solltest du aus dem gleichen Grund auch alte Äste entfernen. Junge Triebe bringen einen besseren Geschmack.

Zweitens bilden sich nach dem Abschneiden der Knospen neue Triebe, die dann ihrerseits neue Blätter ausbilden, neue Öle enthalten und damit viele Aromen hervorbringen. Damit verbesserst du die eigentliche Ernte erheblich.

Die Pflege deiner Kräuter

Kräuter brauchen Licht und Wasser, doch beides in der richtigen Menge und auf die richtige Weise. Das beginnt mit dem Licht. Während sie davon genug brauchen, dürfen sie nicht in der prallen Sonne stehen. Dann verbrennen nämlich die Blätter.

Komplizierter wird es mit dem Wasser. Dieses hat auch gleichzeitig mehr Einfluss darauf, ob die Pflanze richtig gedeiht oder nicht. Dafür gibt es eine Faustregel. Nimm das Volumen des Topfes. Gieße 10% davon und das jeden Tag.

Faustregeln sind jedoch nicht immer ideal. So braucht die Petersilie ruhig mal etwas mehr Wasser. Basilikum wiederum sollte permanent feucht sein. Achte aber darauf, es nicht damit zu übertreiben, denn dann droht Schimmel. Umgedreht, wenn du nicht genügend Wasser zuführst, dann droht das Vertrocknen der Pflanzen.

Das Überwintern deiner Kräuter

Mehrjährige Kräuter überstehen länger, als nur ein Jahr. Daher auch die Bezeichnung der Kategorie. Das bedeutet aber auch, dass diese Kräuter den Winter überdauern müssen und das bedingt ein wenig Vorbereitung deinerseits.

Deine Arbeit für den Winter beginnt im Herbst. Jetzt wird es Zeit, die Pflanzen komplett zurückzuschneiden. So gehen keine Nährstoffe und keine Wärme verloren, wenn es um die Pflanze herum kalt wird. Sie muss sich nur noch auf den Erhalt des eigentlichen Kerns konzentrieren.

Das Aufbewahren deiner Kräuter

Wenn du die Kräuter nun komplett zurückschneidest, dann heißt das auch, dass du eine Menge Gewürzmaterial hast, dass du nun irgendwie verarbeiten musst. Damit du nun nicht jeden Tag einige große Gerichte verputzen musst, musst du einen Weg finden, die Kräuter länger aufzubewahren.

Das Aufbewahren geht im Grunde genommen über vier Wege. Da ist zum ersten der Kühlschrank. Das ist aber nur eine kurzfristige Lösung. Du kannst die Kräuter einfrieren, sie trocknen oder sie verarbeiten. In einem Pesto oder Aufstrich hält sich ihr Geschmack sehr gut.

Die Aufbewahrung im Kühlschrank

Kräuter können im Kühlschrank bis zu eine Woche überdauern. Dafür nimmst du einen Tiefkühlbeutel, denn du auf der Innenseite anfeuchtest. Blase ihn dann auf und schon kann die Kräuter darin überleben.

Eine andere Variante ist etwas Küchenpapier mehrlagig in eine Tupperdose zu legen. Feuchte das Papier ein wenig an. Gib die Kräuter darauf und gib eine weitere Lage feuchtes Papier darüber. Auch das erlaubt es den Pflanzen, ein wenig länger im Kühlschrank zu überstehen.

Das Trocknen

Das Trocknen eignet sich für Kräuter mit festen Stielen. Häng sie einfach mit dem Stiel nach oben an einem trockenen Ort auf. Dort trocknen sie von allein und du kannst sie danach wie gehabt verwenden, auch wenn sie dann weniger Aroma haben.

Deine Kräuter einfrieren

Das Einfrieren eignet sich für Kräuter, deren Stiele nicht so hart sind. Hacke die Blätter klein. Gib sie in einen Behälter für Eiswürfel. Gib etwas Wasser darüber und ab damit in den Gefrierschrank. Damit hast du die Kräuter in praktischen Würfeln portioniert zur Hand. Gib sie noch gefroren zu den anderen Zutaten in die Pfanne und du bekommst noch viel Aroma in das Essen.


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