Ein Mann gießt auf seiner Terrasse sein Pflanzen.

Rittersporn - So wachsen deine Lieblinge in deinem Garten

Der Rittersporn ist eine absolute Bereicherung für deinen Garten. Er bietet dir eine wundervolle Farbenpracht und hübsche Formen. Vor allem aber wächst her sehr hoch und wird damit schnell zu einem ausgesprochenen Blickfang.

Die Herkunft und Arten

Seinen Ursprung haben der Rittersporn und seine verschiedenen Arten vor allem im Mittelmeerraum und in Asien. Es gibt ihn in Weiß, Rot, Blau, Rosa und Violett. Dazwischen findest du ihn auch noch in verschiedenen Abstufungen. Seine Blüten zeigt er dir von Juni bis August.

Die kleinsten Arten wachsen bis zu einer Höhe von 20 Zentimetern. Andere dagegen schaffen es mal ebenso, 2 Meter hochzuwachsen. Gerade bei den hochwachsenden Arten ist jedoch Vorsicht geboten. Bei zu starkem Wind können sie nämlich schnell mal umkippen.

Darüber hinaus kommt es darauf an, in welcher Nachbarschaft der Rittersporn wächst. Er verträgt sich gut mit Glockenblumen, Margeriten, Schafgarbe und Storchenschnabel. Mit Schwertlilien kommt er sogar so gut zurecht, dass sie sein Wachstum fördern. Weniger mag er dafür Flammenblumen und Astern. Das siehst du aber nicht unbedingt übererdig, denn das Problem entwickelt sich unterirdisch mit den Wurzeln.

Den richtigen Rittersporn aussuchen

Möchtest du den Rittersporn in deinem Garten, wirst du ihn dir bestimmt im Fachhandel holen. Dafür gibt es ein paar einfache Tipps, die dir die Auswahl erheblich erleichtern. Das beginnt damit, dass du keine Pflanzen kaufen solltest, die bereits in voller Blüte stehen. Sie mögen ja nett und anziehend aussehen, doch sie würden dir nicht lange erhalten bleiben.

Achte darüber hinaus auf die Gesundheit der Pflanze. So sollten sie keine Schädlinge, Krankheiten oder Pilze mitbringen. Schau als erstes auf die Blätter, ob sich darauf ein Pilzbelag befindet. Danach schaust du auf die Unterseiten der Blätter, denn dort befinden sich oftmals die Eier der Schädlinge. An der Unterseite und den Rändern wiederum kannst du Fraßspuren entdecken. Hinsichtlich der Krankheiten, achte auf die Farbe der Blätter und ob diese richtig entwickelt sind.

Den Rittersporn anpflanzen

Als erstes gilt es zu beachten, dass der Rittersporn eine Menge Nährstoffe benötigt. Sorg also dafür, dass der Boden nicht bereits ausgelaugt ist. Er sollte lehmig sein und Humos enthalten, aber dafür nicht so viel Stickstoff mitbringen.

Darüber hinaus braucht er Schatten. Pflanze also niedrigere Pflanzen um ihn herum, so dass sie ihn vor der Sonne schützen. Im Grunde genommen ist der Rittersporn aber ein Sonnenanbeter. Das gilt jedoch nur für seinen oberen Teil. Alles, was sich in der Nähe des Bodens befindet, sollte im Schatten stehen.

Wenn du ihn erst einmal aussäst, sollte der Boden nicht so warm sein. In einem solchen Fall ist eine Bodentemperatur im Bereich von 10 bis 12 Grad ideal. Eine gute Zeit dafür ist entweder der Herbst bis in den Oktober hinein oder aber der März und April.

Alternativ kannst du ihn in Töpfen vorziehen und dann erst ausbringen. Damit ist er schon etwas stärker und vor allem gegen Schädlinge und Krankheiten widerstandsfähiger. Darüber hinaus ist er so vor einen plötzlichen Forst geschützt. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von 15 bis 30 Zentimeter bestehen.

Das Auspflanzen des Rittersporns

Fang damit an, die Wurzelballen der Pflanze zu wässern. Dann gräbst du ein Loch, das groß genug für die Wurzeln ist. Gib danach etwas Dünger oder Kompost in das Pflanzloch. Setz den Rittersporn hinein. Das Loch sollte so tief sein, dass der Wurzelballen mit der Oberfläche abschließt. Füll das Loch nun mit der ausgehobenen Erde wieder auf. Drück die Erde fest und gieße ordentlich.

Die Pflege für deinen Rittersporn

Als erstes kommt es darauf an, dass dein Rittersporn vor dem Wind geschützt ist, denn seine Größe macht ihn für das Umknicken sehr anfällig. Jeden Sommer ist ein Rückschnitt fällig. Der beste Moment ist gleich, nachdem er verblüht ist. Dann sollte er auf 20 Zentimeter gestutzt werden. Das erlaubt es ihm, neue Triebe ausbilden. So kommt es im Spätsommer zu einer zweiten Blüte. Außerdem verhinderst du damit dass er allzu groß wird, was seine Anfälligkeit gegen den Wind noch erhöhen würde.

Deinen Rittersporn gießen

Der Rittersporn braucht eine Menge Wasser. Daher ist regelmäßiges und vor allem ausreichendes Gießen Pflicht. Sobald es heiß oder trocken wird, muss jeden Tag mindestens einmal, mitunter sogar zweimal, gegossen werden.

Leg eine Mulchschicht rund um den Rittersporn an oder pflanze dort niedrige Kulturen. Damit wird verhindert, dass das Wasser einfach wieder verdunstet, ohne die Wurzeln des Rittersporns zu erreichen.

Den Rittersporn düngen

Das richtige Düngen beginnt schon vor dem Auspflanzen oder dem Aussäen. Bring zuerst etwas Kompost oder Dünger auf den Boden aus. Die Nährstoffe brauchen dabei nicht zu tief in den Boden einzudringen, denn die Wurzeln des Rittersporns erstrecken sich nur bis zu einer Tiefe von 40 Zentimeter.

Damit du länger deine Freude an den Pflanzen hast, solltest du sie zweimal im Jahr organisch oder vegan düngen. Das sollte einmal im Frühjahr erfolgen, bevor die Triebe kommen und noch einmal nach dem Rückschritt im Herbst. Dann übersteht er auch den Winter.

So kann dein Rittersporn überwintern

Du brauchst keinen besonderen Winterschutz für deinen Rittersporn in deinem Garten einzuplanen. Das Einzige, worauf es ankommt, ist das rechtzeitige Zurückschneiden und das Düngen.

Befinden sich die Pflanzen in einem Topf, dann sind sie etwas empfindlicher. Wickel Vlies um den Kübel und stelle ihn an einen geschützten Ort, zum Beispiel in einer Ecke. Stell ihn jedoch nicht direkt auf den Boden, sondern auf Holz oder Styropor. Damit ist er gegen die Kälte des Bodens isoliert. Am Ende nimmst du etwas Reisig bzw. Laub und deckst die Pflanze damit ab.

Krankheiten und Schädlinge

Es gibt ein paar Krankheiten, die deinem Rittersporn zusetzen können. Darunter befinden sich die Bakterienschwärze und der Echte Mehltau. Auch Viren können ihm gefährlich werden. Dazu kommen noch Schädlinge, die deinen Rittersporn bedrohen. Typischerweise sind dies die Minierfliege, die Weihautmilbe und die Schnecke.

In den meisten Fällen wird der Befall durch Krankheiten oder Schädlinge durch einen falschen Standort ausgelöst. Dort findet der Rittersporn nicht genügend Sonne oder Nährstoffe und kann sich der Bedrohung nicht erwehren. Achte auf genügend Sonne und genügend Dünger. Darüber hinaus können bei einem bestehenden Befall die betroffenen Triebe abgeschnitten werden. Dann bilde die Pflanze neue aus und die Bedrohung ist überstanden.


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