Der natürliche Dünger zeigt seine volle Wirkung bei vitalem und gesundem Gemüse.

Nutz- und Ziergarten – Die richtige Planung

Einen Zier- und Nutzgarten zu verbinden, kombiniert das Angenehme mit dem Nützlichen. Man bekommt eine Wohlfühloase, von der man sich auch ernähren kann. Damit das Ganze auch entsprechend gut aussieht und gute Erträge bringt, muss man jedoch auch ein wenig auf die richtige Planung achten.

Die Gemüsebeete

Die Planung beginnt mit den Beeten. Diese wiederum richten sich danach, wie groß die Erträge sein sollen. Mit diesem Wert im Hinterkopf, muss abgeschätzt werden, welchen Umfang die Gemüsebeete aufweisen müssen.

Nun geht es aber um die Kombination von Nutz- und Ziergarten. Dementsprechend müssen auch Zierpflanzen in der Planung enthalten sein und das schließt auch die Blumen mit ein. Wenn die Größe der Beete abgeschätzt wird, gilt es auch zu entscheiden, wie diese mit den Blumen gemischt werden.

Ein Weg, dies zu bewerkstelligen, ist es, das Gemüse zwischen den Blumen zu pflanzen. Ein anderer Weg ist es, beides strikt zu trennen. Welchen Weg du beschreitest, hängt vor allem von deinem persönlichen Geschmack ab. Magst du strenge Ordnung mehr, dann trenne beides. Bist du mehr ein Freund eines gesunden Chaos, dann mische beides.

Wenn der Ernteertrag noch höher ausfallen soll, gibt es ein einfaches Hilfsmittel. Dieses besteht in den guten, alten Hochbeeten. Diese bestehen aus aufgeschütteten Hügeln oder aus Kästen mit einer Mischung aus Erde und Dünger.

Hochbeete erlauben es, das Gemüse und die Kräuter darauf und an den Seiten zu pflanzen. Man erhält also für die gleiche Grundfläche eine größere Anbaufläche. Darüber hinaus erlaubt es die Konstruktion, vor allem die mit den Kisten, ein solches Hochbeet nach Wunsch zu platzieren. Das ist zum Beispiel direkt im Garten möglich. Alternativ lässt sich ein solches Hochbeet auch auf einer Terrasse aufbauen.

Ein Hochbeet auf der Terrasse bringt noch einen eigenen Vorteil. Dabei bleibt nämlich die vorhandene Grünfläche frei und steht für einen Rasen oder für Zierpflanzen zur Verfügung. Damit trennt man zugleich auch den Nutzbereich ein wenig deutlicher vom Zierbereich ab.

Die gesamte Atmosphäre, die im Garten erzeugt wird, kann auch noch auf einfachen Wegen aufgelockert werden. So lässt sich zum Beispiel eine Naschecke einrichten. Dort können dann Sträucher, zum Beispiel mit Tomaten oder Johannisbeeren, wachsen. Dann kann man sich dort einen gesunden Snack ernten und diesen gleich noch im Garten genießen.

Eine Alternative zur Naschecke ist eine Zierecke. Dafür wird ein Sitzbereich eingerichtet, der von Zierpflanzen auf drei Seiten umgeben ist. Das geht von den Seiten mit Blumen und dahinter, an einer Hauswand entlang, mit Ranken.

Die Obstbäume

Obstbäume bringen gleich einen vierfachen Nutzen. Als erstes spenden sie eine Menge Schatten. Dazu tragen sie wohlschmeckende Früchte. Das ergibt ihre Nutzseite. Auf der Zierseite bieten sie einen farbenfrohen Anblick. Darüber hinaus verbreiten sie einen guten Duft. Sie sind also ein wichtiges Mittel, wenn es um die Schaffung einer Wohlfühloase geht.

Oftmals, wenn man einen Garten übernimmt, befinden sich die Bäume bereits darin. Dann müssen die Beete, Nasch- und Zierecken und dergleichen darum herum geplant werden. Es geht aber auch anders. So lassen sich die Obstbäume auch pflanzen, um damit dann in der Zukunft die entsprechende Wirkung zu erreichen.

Wenn man die Obstbäume selbst pflanzt, dann sollte man bereits ein Bild davon im Kopf haben, wie der Garten am Ende aussehen soll. Dafür ist es auch angebracht, den Garten zu verschiedenen Zeiten zu begehen. Neben der puren Lage der Beete kommt es auch auf den Einfall der Sonne an.

Die Obstbäume sollen Schatten spenden und damit eine Hilfe sein. Das heißt, sie müssen sich so in das Bild einfügen, dass die Pflanzen dadurch gefördert und nicht behindert werden. Eine Behinderung entsteht, wenn zum Beispiel Blumenarten, die viel Licht benötigen, keine Sonne mehr abbekommen. Ebenso ist es eine Behinderung, wenn die Pflanzen die Sonnenstrahlen zur falschen Zeit erhalten. Darum ist es wichtig, den Verlauf des Schattens über den Tag hinweg zu verfolgen und entsprechend die Bepflanzung zu planen.

Die Beete für die Blumen

Bei den Blumenbeeten geht es weniger um Funktionalität. Hier ist es vielmehr richtig, der eigenen Individualität und Kreativität vollen Lauf zu lassen. Das erlaubt es, die Pflanzen in runden, ovalen, symmetrischen oder asymmetrischen Formationen anzuordnen. Hier geht es einfach nur um den eigenen Geschmack.

Wer die Ordnung liebt, kann die Blumen in Reih und Glied pflanzen. Diese lassen sich streng nach Sorte trennen und dann entsprechend einfach pflegen. Dabei behält man gut den Überblick und die Düngung des Bodens, die Bewässerung und der Schatten lassen sich leicht einrichten.

Wer dagegen keinen großen Sinn für Ordnung hat, möchte die Blumen nicht in Reih und Glied pflanzen. Hier lassen sich auch gern die einzelnen Arten mischen. So wirken Tulpen gut mit Stiefmütterchen und Rosen werden gern von Margeriten umgeben. Du kannst deiner Fantasie Raum geben und dich richtig ausleben.

Bedenke aber, dass einige Blumen viele Nährstoffe, viel Wasser oder viel Sonne brauchen, während andere einfach etwas weniger davon mögen. Das heißt, wenn du die Arten mischst, dass du auch ihre Bedürfnisse beachten musst. Pflanze keine Blume, die es karg mag, neben einer, die viel von allem braucht. Dann wird es schwer, beide zum Gedeihen zu bringen.

Ein weiteres, nicht unwesentliches Detail, sollte ebenfalls nicht übersehen werden. Dieses liegt im Geruch. Unterschiedliche Arten verströmen nicht nur unterschiedliche Aromen, sie variieren auch erheblich in ihrer Intensität. Wenn du also nun eine stark duftende Blume neben eine weniger duftende setzt, wirst du keine Schwierigkeiten haben. Wenn du jedoch sehr stark duftende Arten dicht beieinander kultivierst, kannst du unbeabsichtigt sehr strenge und unwillkommene Gerüche kreieren. Daher ist es besser, Blumen mit einem starken Duft eher mit einigem Abstand zueinander anzupflanzen.

Fazit

Für eine gelungene Kombination aus Nutz- und Ziergarten kommt es auf die richtige Planung an. Diese setzt bei dem gewünschten Nutzen, also dem erwarteten Ernteertrag, an. Daraus lässt sich die Größe, Menge und Lage der Gemüsebeete ableiten.

Danach kommen die Bäume. Diese erfüllen gleich vier Funktionen, Schatten, Früchte, Anblick und Duft. Für die Planung ist jedoch der Schatten am meisten von Bedeutung, da er das Wachstum der anderen Pflanzen am meisten beeinflusst. Um die Lage richtig zu planen, muss daher der Garten und der Verlauf der Schatten darin zu mehreren Zeiten überprüft werden.

Am Ende kommen die Blumen. Für diese kommt es auf die richtige Ordnung- bzw. Unordnung an. Dazu kommen deren Bedürfnisse und die Aromen, die sie verströmen. Richtig geplant, befinden sich Arten beieinander, die die gleichen Bedingungen brauchen und sich mit ihren Düften nicht behindern.