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Nutz- und Ziergarten – Verbinde diese einfach

Der eigene Garten ist eine Entspannungsoase und eine Quelle für Nahrungsmittel. Welchem Aspekt aber gebührt der Vorzug? Soll es sich in erster Linie um einen Ziergarten handeln, in dem man die Seele baumeln lassen kann? Ist es besser, sich über einen Nutzgarten zu versorgen? Wie wäre es, wenn man beides verbindet und einen nützlichen Ziergarten oder einen zierlichen Nutzgarten schafft?

Gartenfläche lässt sich auf verschiedene Weise finden. Da ist zum Beispiel das Gelände, sprich das Grundstück, auf dem sich das eigene Haus befindet. Wer nicht darüber verfügt, hat die Möglichkeit, einen Schrebergarten in einer Gartenkolonie zu kaufen oder pachten.

Der Gartengrund ist also da. Nun kommt es nur noch darauf an, das Beste aus ihm herauszuholen. Bei der Größe, die damit verbunden ist, kann dies ein wenig trickreich werden. Das bedeutet aber nicht, dass sich nicht ein hübscher Anblick mit einem echten ernährungstechnischen Nutzen verbinden ließe. Ganz im Gegenteil. Bei der oft begrenzten Größe kommt es darauf an, erfinderisch zu sein, damit man nicht nur einen Anblick oder etwas auf dem Teller bekommt. Beides lässt sich vereinen, die richtige Gestaltung und Planung vorausgesetzt.

In diesem Artikel sehen wir uns einmal an, warum man sich überhaupt die Zeit für die Planung und Gestaltung nehmen sollte, um einen Zier- und einen Nutzgarten zu vereinen. In den folgenden Beiträgen nehmen wir uns dann zuerst die Planung und danach die Umsetzung im Detail vor.

Der Unterschied zwischen einem Zier- und einem Nutzgarten

Ein Ziergarten ist Balsam für die heutzutage oft stark beanspruchte Seele. Dort tummeln sich Blumen und Sträucher, die ein großartiges Farbspiel und einen herrlichen Geruch liefern. Unter anderem als Blumenbeete und als Rankgewächse bieten sie viele Gestaltungsmöglichkeiten. Damit kann man sich individuell verwirklichen und danach genießen, was man sich geschaffen hat. Wer möchte, wird damit nie zu einem Ende kommen und immer neue, winzige Details finden, mit denen sich der Anblick noch verbessern lässt.

In dem eigenen Ziergarten kann man dann sitzen und einfach die Formen, Farben und die Gerüche in sich aufnehmen. Das wirkt oftmals wunder und gibt neue Energie für das Leben. Was man dort aber nicht machen kann, ist seine Früchte oder sein Gemüse zu ernten und diese dann auf den Tisch zu bringen. Dort gibt es nur etwas für die Augen und die Nase, nicht aber für den Mund oder den Magen.

In einem Nutzgarten dagegen gibt es viel, dass man später genießt. Das ist das eigene Obst, das Gemüse und das sind die Kräuter. Sie alle bringen ebenfalls ein Farbspiel und auch einen tollen Geruch, doch hier kommt es mehr auf den Ernteertrag an. Dementsprechend sind der Anblick und der Geruch nebensächlich. Wichtiger ist es, viel auf den Tisch zu bringen.

Bei beiden spielt auch noch das Gefühl mit, etwas geschafft zu haben. In einem Ziergarten sieht man es sofort, wenn man ihn betritt. Bei einem Nutzgarten stellt es sich auch schon beim Anblick, jedoch weit mehr erst beim Verzehr der Früchte der Arbeit ein.

Die Vorteile eines Ziergartens

Der Ziergarten bietet seinem Besitzer eine Wohlfühloase. Dort können sich die Nerven entspannen. Dort lassen sich Blumen, Ziersträucher und dazu noch einige Bäume als Schattenspender pflanzen. Wenn es sich dabei um Apfel- oder Kirschbäume handelt, dann gibt es sogar etwas zu ernten, auch wenn das eher nachrangig ist.

Ist die Arbeit getan, dann kann man sich einfach hinsetzen, die Beine ausstrecken, und fünfe gerade sein lassen. Auf Landesgartenschauen kann man damit punkten und man kann ihn seinen Freunden zeigen. Darüber hinaus ist die Gestaltung immer auch ein Ausdruck der eigenen Individualität. Kurz, damit verwirklicht man sich rundum und auf jedem Fall.

Die Vorteile eines Nutzgartens

Ein Nutzgarten gibt die Möglichkeit, sich individuell auszuleben, nur in einem beschränkten Ausmaß. Das geht zwar gut bei der Auswahl der Pflanzen, doch viel weniger bei der Gestaltung. Das liegt einfach daran, dass es hier zuerst um den Ernteertrag geht und diesem ordnet sich alles unter. Es gibt einfach bestimmte Gesetzmäßigkeiten für ein gutes Gedeihen der Pflanzen, denen gefolgt werden muss.

Allein das Anlegen verlangt schon etwas mehr, denn bestimmte Pflanzen brauchen bestimmte Hilfen. So benötigen Erbsen ein Gitter, an dem sie sich herumranken können. Dazu kommt der Aufwand, die eigentliche Ernte einzubringen und sich danach um die Verarbeitung zu kümmern. Auch müssen Schädlinge bekämpft werden.

Diese Herausforderungen sind jedoch nicht nur negativ. Damit steigt eindeutig das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Das stellt sich dann ein, wenn die Ernte verarbeitet und zubereitet auf den Tisch kommt. Dann kann man genießen und dazu noch mit der vollen Sicherheit, dass man weiß, was alles bei der Pflege zum Einsatz kam.

Die Vorteile eines nützlichen Ziergartens

Einen Zier- und Nutzgarten zu einem nützlichen Ziergarten zu verbinden, ist nicht wirklich eine neue Idee. Sie ist einfach nur langsam in Vergessenheit geraten. Dass es sich dabei aber um eine Tradition handelt, zeigt ein alter Tipp für Gärtner. Danach sollte man zwischen den Obstbäumen und Gemüsebeeten auch so viele Blumen anpflanzen, dass man davon einen Strauß pro Tag pflücken kann.

Die Verbindung zwischen einem Nutz- und einem Ziergarten kann tatsächlich so einfach sein. Man kann zum Beispiel einfach eine Ecke neben den Beeten für Zierpflanzen reservieren. Wer es bunter möchte, kann die Beete für Nutzpflanzen, mit denen für Zierpflanzen abwechseln.

Warum aber ist das Ganze in Vergessenheit geraten? Weil dreckige Hände einfach einmal „out“ waren. Das sorgte dafür, dass der Kleingarten als Nutzgarten am Haus oder als Schrebergarten geradezu abgelehnt wurden. Gemüse und Obst gab es einfach und billig aus dem Supermarkt. Den Ziergarten oder den Rasen konnte man dann für einen Grillabend nutzen.

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Warum ändert sich das Ganze nun wieder? Wir alle lieben noch immer den schönen Anblick und die Wohlfühloase in unseren kleinen Ziergärten. Wir sind aber auch inzwischen viel gesundheitsbewusster. Dementsprechend wollen wir die Kontrolle über unser Essen ausweiten. Dafür übernehmen wir die gesamte Arbeit vom Anpflanzen bis zum Ernten selbst.

Auch ist der zierliche Nutz- oder nützliche Ziergarten nicht ganz in Vergessenheit geraten. Wir können uns an klassischen Gärten der Bauern orientieren oder einen Blick auf die englischen Cottagegärten werfen. Die ersteren glänzen mit eingefassten Beeten und Spalieren, sowie einer integrierten Laube für den Garten. Letztere zeichnen sich durch weniger klare Strukturen aus. Dort bilden die Kräuter, Blumen und das Gemüse einen eher gemeinsamen Rahmen.


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