Der Nutzgarten ist mit schönem Obst- und Gemüse schön angelegt.

Nutz- und Ziergarten – Die richtige Verbindung machts

Einen Zier- und Nutzgarten zu verbinden, das ist eine geniale Idee. Dabei ist diese nicht einmal so neu. Es gibt auch keine Regel dagegen, Nutzpflanzen in Beeten mit Zierpflanzen dazwischen oder am Rande zu verbinden. Klassische Bauerngärten und Cottagegärten geben uns einige Ideen, wie sich dies richtig bewerkstelligen lässt.

Zierendes und Nützliches verbinden

Die einfachste Variante, beides zu verbinden, ist einfach eine Ecke mit Zierpflanzen im Nutzgarten. Auch lassen sich zwischen Beeten mit Nutzpflanzen kleinere Rabatten mit Zierpflanzen einfügen. Doch das ist noch lange nicht alles.

Ein Gewächshaus im Garten kann schnell ein Ziergewächshaus werden. Darin lassen sich kleine Zierpflanzen ziehen und das ganze lässt sich auch optisch aufhübschen. Das geht heute relativ einfach und preiswert.

Ein Gartenhaus eignet sich ebenfalls sehr gut als optischer Mittelpunkt einer Anlage. Das gilt sogar für einen Geräteschuppen. Mit Farbe lässt sich dort der eigenen Individualität Ausdruck verleihen und man kann sehr gut mit Ornamenten arbeiten. Nun hat nicht jeder eine künstlerische Ader, doch es gibt Schablonen, die diese sehr wirkungsvoll ersetzen.

Auch ein Zaun lässt sich ohne Probleme optisch aufwerten. Das geht mit Farbe und Dekorationselementen. Noch besser macht sich die Verschönerung am Gartentor. Damit bekommt man direkt am Eingang einen guten Eindruck.

Was aber ist ein Ziergarten, in welchem man sich nicht genüsslich hinsetzen kann? Ganz einfach, dann ist es keine Wohlfühloase mehr, denn man kann die Schönheit nur im Vorbeigehen aufnehmen. Wer sich also wirklich entspannen möchte, der braucht auf jeden Fall eine Sitzecke. Dafür reicht als absolutes Minimum eine Bank, die sich ebenfalls als Dekoration verwenden lässt.

Wer über mehr Platz verfügt und dort mehr anstellen möchte, der kann das Ganze gekonnt erweitern. Gartenstühle, Grill und dergleichen gibt es dafür zur Genüge und in allen Variationen. Hier lässt sich somit wieder Nützliches mit Zierlichem verbinden.

Nun geht es bei einem Garten aber primär um die Pflanzen, nicht Bänke, Häuser und Zäune. Das heißt, das Ganze muss ordentlich begrünt werden. Das geht zum Beispiel an der Pforte und Bank mit einem Rankengitter. Damit lassen sich auch gleich noch ein paar Wände als vertikale Begrünung nutzen.

Wenn wir in die Horizontale gehen, müssen wir erkennen, dass der Nutzgarten so manche Blume in größere Ferne rückt. Wer möchte aber schon immer über die Beete latschen? Viele kleine Wege zwischen den Beeten nehmen jedoch zu viel wertvollen Platz weg. Dementsprechend brauchen die Blumen eine entsprechende Fernwirkung.

Eine solche Fernwirkung lässt sich zum Beispiel sehr gut mit leuchtenden Farben erreichen. Rosa, Hellrot, Orange, Hellblau und Rot sind hier absolute Spitzenreiter. Damit stechen die Blumen auch noch zwischen den Gemüsepflanzen sehr gut hervor. Was sich dagegen nicht so gut eignet, das sind dunkle Töne, wie zum Beispiel Lila. Die gehen zwischen den Nutzpflanzen optisch einfach unter.

Ein Nutzgarten hat jedoch mehr als nur einen Zustand. Die zierende Wirkung voller Beete mit einigen Zierpflanzen dazwischen lässt sich leicht erkennen. Wenn die Nutzpflanzen jedoch noch klein sind oder sich ganz bedeckt halten, sieht das Ganze schon etwas anders aus. Was auf den ersten Blick kärglich erscheint, überträgt sich schnell auf den gesamten Garten. Hier lässt sich jedoch mit anderen Elementen arbeiten.

Jahreszeitlich unabhängig helfen Befestigungsstäbe, eine gute Wirkung zu erzielen. Dazu kommen Spaliere und Rosenkugeln. All das verschönert den Garten, auch wenn die Pflanzen noch nicht in voller Blüte stehen.

Noch einen Schritt weiter kann man mit Buchsbaumhecken als immergrüne Umrahmung gehen. Diese grenzen die Beete sehr gut ab. Im Sommer bieten sie frisch geschnitten einen guten Kontrast und im Winter halten sie das Gefühl der Natur wach.

Dann sind da noch Nutzbereiche, die sich verschönern lassen. Das sind zum Beispiel Wasserstellen und Schöpfbecken bzw. die gute, alte Regentonne. Hier lassen sich mit ein paar einfachen Skulpturen aus Plastik oder Stein neue Eindrücke schaffen. Auch ein guter Wandbrunnen ist eine Möglichkeit. All dies lässt sich heutzutage ganz leicht online bestellen.

Blumen im nützlichen Ziergarten

Ein Nutzgarten braucht natürlich Gemüse, Obst und Kräuter. Das allein liefert schon einige Gestaltungsmöglichkeiten. So bieten die richtigen Obstbäume und -sträucher einen guten Anblick und einen schönen Duft. Auch die Kräuter können eine wahre Pracht und ein tolles Duftaroma entwickeln. Richtig eingerichtet, müssen auch Gemüsepflanzen nicht nur langweilig aussehen. Diese brauchen jedoch ein wenig mehr Unterstützung.

Gerade die Gemüsebeete benötigen Blumen in Einzelaufstellung, als kleine Inseln oder in Rabatten, die ihnen helfen, sich gut darzustellen. Damit aber nicht genug. Wer aus seinen Blumen Sträuße machen möchte, der braucht auch noch Ziergras. Dieses lässt sich dann gleich in Verbindung mit den Blumen kultivieren.

Im Bereich der Schnittblumen gibt es einiges zur Auswahl. Besonders gut machen sich Dahlien, Cosmea und Studentenblumen als die einjährigen Arten. Als mehrjährige Arten wiederum bieten sich Osterglocken, Schneeglöckchen, Herz- und Maiglöckchen an.

Für den Sommer eignen sich Rosen, Kornblumen, Begonien und Chrysanthemen. Im Herbst kommen die Herbstastern dazu. Richtig geplant, kann man damit vom Frühling bis zum Beginn des Winters immer einen guten Anblick im Garten haben.

Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten

Ein schöner Garten geht über die Pflanzenpracht hinaus. Schmetterlinge bieten einen guten Anblick. Bienen helfen bei der Bestäubung und sie bringen auch noch Honig, falls man selbst imkert. Andere Insekten brauchen ebenfalls einen Rückzugsraum. Es gibt genug bedrohte Arten in Deutschland.

Wer Schmetterlinge und Insekten anziehen möchte, kann dies mit einem Wassertümpel, einer Bienentränke oder einem Insektenhotel erreichen. Ein Wassertümpel ist eine rundum gelungene Sache, braucht aber Platz und bringt einigen Aufwand.

Eine Bienentränke ist der einfachste Weg. Dafür sind nur eine Schüssel mit einem großen Durchmesser und ein paar Steine nötig. Die Steine verteilt man auf dem Grund der Schüssel und dann lässt man Wasser ein, bis nur noch die oberen Teile der Steine herausragen. Darauf können sich die Flieger dann niederlassen und trinken.

Ein Insektenhotel besteht aus wildem Holz, wilden Pflanzen oder Ähnlichem und dazu noch etwas Wasser, zum Beispiel in Form einer Bienentränke. Wer jedoch das Ganze nicht vor der eigenen Nase haben möchte, kann dies auch auf dem Dach der Gartenlaube aufbauen. Dann freuen sich die Insekten dort und können dann im Garten ihre Arbeit verrichten.

Kräuter sind weitere Magneten für Schmetterlinge und Insekten. Gerade mit ersteren, dazu noch in Verbindung mit dem gesamten Anblick des Gartens, lässt sich eine romantische Stimmung aufbauen. Der angenehme Duft trägt dann noch sein Übriges dazu bei.


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